Morbihan, das Kleine Meer

Der Golf von Morbihan (Bretonisch: Mor bihan = das kleine Meer) ist eine fast gänzlich vom Atlantik abgetrennte Insellandschaft mit einem Ausmaß von rund zehn mal fünfzehn Kilometern. Schon in prähistorischen  Zeiten war die Gegend bewohnt, wie Dolmen und Tumuli bezeugen.
Gestern sind wir einige Stunden von St-Malo im Norden quer durch die Bretagne hierher in den Süden gefahren, um auf Dupins Spuren im Roman Bretonisches Gold zu wandeln. Leider hat das Restaurant Le San Francisco, einer von Dupins Lieblingsorten, diese Woche geschlossen. Doch ist das Morbihan durchaus auch so einen Besuch wert. 

Wir haben uns auf der Hauptinsel Île aux Moines einquartiert und zur Erkundung Räder ausgeliehen. 
Außerdem haben wir heute eine Rundtour mit dem Ausflugsschiff unternommen und dabei auch die Nachbarinsel Île d'Arz besucht. Das Ganze mutet eher wie eine Dampferfahrt auf einem der bayerischen Seen oder - bei näherer Betrachtung der Geologie und Vegetation - wie einer von diesen lieblichen Seen der schwedischen Seenplatte an.
Auch noch bemerkenswert ganz allgemein an der bretonischen Küste sind die alten Gezeitenmühlen, auf die wir auch hier immer mal wieder treffen. 
Ein moderner Vertreter dieser Form von Energiegewinnung ist das Gezeitenkraftwerk Rance bei Dinard, das 150000 Haushalte versorgt. 

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